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[Ungarn/Hungary] Solidarität mit den Röszke 11 // Solidarity with the Röszke 11

English below

INTERNATIONALER AUFRUF ZUR SOLIDARITÄT / Freiheit für die Röszke 11!
Internationale Solidaritätskampagne für die Beschuldigten im Röszke-11-Verfahren!

Solidaritäts-Demonstration: 28. Oktober 2016 // 19.00 Uhr // Unter den Linden 73 // Berlin
Mehr Infos hier.

roeszkeengl-001Anfang Juli wurden zehn der Beschuldigten im Rözske-Verfahren, die letztes Jahr im September am Grenzübergang Röszke/Horgos [https://roszke11.wordpress.com/2016/06/06/what-really-happened-at-roszke-report-video/] festgenommen wurden, vom Gericht in Szeged/ Ungarn wegen “illegalem Grenzübertritt” und “Teilnahme an einem Massenprotest” für schuldig befunden. Eine Person, Ahmed H., der wegen “Terrorismus” angeklagt wird, wartet immer noch auf seinen nächsten Gerichtstermin der nun auf den 28. oktober verschoben wurde und in Szeged stattfindet.

Im September 2015 wurde die ungarische Grenze[https://roszke11.wordpress.com/2016/06/06/another-video-from-roszke/] zu Serbien gewaltvoll geschlossen und von einemTag auf den anderen wurde es – nach dem Strafgesetz – illegal, die Grenze zu überqueren. Der Zaun, der bis jetzt das Recht auf Bewegungsfreiheit und Asyl grob verletzt, wurde errichtet. Während die Regierung am Tag zuvor noch selbst Menschen inBussen nach Österreich transportierte, setzte die Polizei am 16. September Tränengas und Wasserwerfer gegen die Menschen ein, die ebenfalls die Grenzen überqueren wollten. Aus dem Protest heraus verhafteten sie willkürlich die elf Beschuldigten unter den Leuten, die nicht schnell genug dem Angriff der Anti-Terror-Einheit der Polizei entkommen konnten. Unter ihnen sind sehr junge und sehr alte Menschen, kranke Personen und eine Person im Rollstuhl.

nsmail-6Nach beinahe zehn Monaten in Haft unter furchtbaren Bedinungen, nach der Verfälschung von Übersetzungen und der voreingenommenen Ablehnung,wichtigesVideomaterial und denbrutalen Einsatz von Tränengas zu berücksichtigen, wurden die Angeklagtenfür schuldig befunden – während internationale Medien dem Verfahren keine Aufmerksamkeit schenkten. Sie wurden zu ein bis drei Jahren Gefängnisstrafe verurteilt und für bis zu zehn Jahre aus Ungarn ausgewiesen. Gleichzeitig sieht sich einer der der elf, Ahmed H. – der des Terrorismus beschuldigt wird, weil er Steine geworfen haben soll – mit einer Gefängnisstrafe von bis zu zwanzig Jahren konfrontiert. Die Entscheidung für die zehn Verurteilten ist noch nicht endgültig, da der Staatsanwalt angekündigt hat, in Revision für eine härtere Bestrafung zu gehen. Die Beschuldigten und ihre Verteidiger haben ebenso Einspruch gegen das Urteil eingelegt. Auf Grundlage der ungarischen Gesetze befindet sich das Verfahren nun in der zweiten gerichtlichen Ebene in Szeged.

Während die meisten der Beschuldigten bereits ihre Gefängnisstrafen, zu denen sie verurteilt wurden, abgesessen haben und sich nun in offenen Lagern oder noch in Haft, aus der sie bald entlassen werden sollen, befinden oder Ungarn bereits verlassen haben, trifft dies auf zwei Personen nicht zu: Yamen A., der zu drei Jahren Gefängnishaft in Szeged verurteilt wurde, und Ahmed H., der weiterhin auf sein Urteil in einem Budapester Gefängnis wartet, befinden sich beide in langfristiger physischer Haft. Während der Hauptfokus der Kampagne momentan auf der sofortigen Freiheit von Ahmed H. (20 Jahre alt) und Yamen A. liegt, ist es wichtig zu berücksichtigen, wie die Kriminalisierung und Stigmatisierung, die massiven psychologischen Traumata und die Bedrohung der Ausweisung und der Trennung von ihren Familien in der EU, auch für die Anderen nach der Haftentlassung anhalten. Die Leben der elf Personen werden dazu benutzt, ein Exempel zu statuieren, mit dem der ungarische Staat eine Atmosphäre der Angst schaffen will und Bewegungsfreiheit an sich kriminalisiert.

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Das Röszke-Verfahren zeigt die Realität eines Systems, in dem staatliche und polizeiliche Gewalt niemals in Frage gestellt wird, in der Geld und Güter sich frei bewegen können, Menschen jedoch nicht. Die Verfahren geschehen in einem vermehrt repressiven Umfeld. Sie finden in einem Kontext der Militarisierung der europäischen Grenzen statt, in dem Menschen immer wieder gewaltvoll [https://noborderserbia.wordpress.com/2016/08/08/testimonybrutal-police-violence-on-the-serbian-hungarian-border/] an der serbisch-ungarischen Grenze zurück geschoben werden. Sie werden von paramilitärischen Gruppen ausgeraubt und zusammengeschlagen, während ungarische Bürgermeister stolz Bilder von Personen posten, die in entmenschlichenden Positionen festgebunden sind, bevor sie nach Serbien abgeschoben werden. Die Verfahren finden in einem Kontext statt, in dem rechtliche Rahmenbedingungen so geformt werden, dass diese Gewalt juristisch legitimiert wird, in einem Umfeld voller rassistischer Propaganda. In Ungarn wird ein Referendum darüber abgehalten (am 2. Oktober), das ungarische Staatsbürger*innen symbolisch zwischen dem aufgezwungenen Umverteilungsplan der EU und der ‘ungarischen Lösung’, Menschen komplett durch Zäune auszugrenzen, wählen lässt.

Dieser Fall ist einer von vielen schrecklichen Fällen in der anhaltenden europäischen Migrationspolitik. Er ist nicht nur entscheidend, weil er die Absurdität europäischer Migrationspolitik, die Repression des EU Grenzregimes und die unterdrückende Politik, die hinter der ‘unschuldigen’ Idee staatlicher Institutionen liegt, besonders gut offen legt. Die Verfahren sind auch wichtig, weil diese repressiven Politiken auf massiven Kosten und Leben Einzelner weiter entwickelt werden.

*Wir laden alle dazu ein, Individuen und Kollektive, sich an dieser Kampagne zu beteiligen und sie in allen möglichen Formen zu unterstützen. Verbreitet Informationen, beobachtet das Verfahren, fertigt Grafiken, Poster, Sticker und Videos an, organisiert Solidaritätsaktionen!*

*Lasst uns gemeinsam gegen die Repression von Grenzen und Staaten kämpfen!*

**

*Freiheit für die Röszke 11! *

*Freiheit für Ahmed H., Yamen A., Kamel J. und Farouk A.! *

*FREIHEIT FÜR **ALLE**EINGESPERRTEN GEFLÜCHTETEN IN UNGARN **UND SONSTWO!
*

Für mehr Infos über die aktuelle Situation lest den Hintergrundartikel zum Prozess von NoBorderSerbia hier und für die Kampagne schaut auf die Homepage: http://freetheroszke11.weebly.com* und in folgendes Video:

 


English:

International call for solidarity/ Freedom for the Röszke 11

At beginning of July, 10 of the accused in the Röszke Trial who were arrested in September last year at Röszke/ Horgos bordercrossing were found guilty for “illegal border crossing” and “participation in a mass riot” by the court in Szeged, Hungary.  One, Ahmed H., who is accused for “terrorism”, is still waiting for his next trial in September.

In 2015 September, was the time when the Hungarian border fence to Serbia was closed violently and it became from one day to the other illegal – by criminal law – to cross. The fence, which until now grossly violates people’s right to move and seek asylum was put in place. So, while the government was transporting people themselves to Austria by busses the day before, on September 16th the police was using tear gas and water cannons against people who wanted to do so. Out of the place of the protest, they arrested the 11 accused completely randomly, among those people who could not leave that quickly when the counter-terrorist police force attacked the demonstration. Among them are very young and very old people, sick people, a person in a wheelchair.

After nearly 10 month of detention, in horrible conditions, after the falsification of translations and the biased refusal to take into consideration important video material and the brutal use of tear gas of the police, the accused were found guilty – while the  international media didn’t pay attention and covered the trial 10 of the accused got prison sentences between 1 and 3 years and expulsion from Hungary for up to 10 years, while one, Ahmed H., accused for terrorism – for throwing stones – is facing up to 20 years of imprisonmen. the decision is not the final one,  the prosecutor announced to go into revision and demanded harder punishment. The accused and their defense lawyers also appealed against the decision. So due to Hungarian laws the case is escalated to second level court in Szeged.

While most of the accused had already served the prison time they have been sentenced to and are now either in open camps, soon to be released from detention or have left Hungary already, for four this is not the case: Yamen A., who was sentenced to 3 years of prison in Szeged, and Ahmed H., still waiting for his verdict in prison in Budapest, are still kept in long-term physical detention. While the main focus of the campaign at the moment is on the immediate freedom of the Ahmad H. (20 years) and Yamen A. (3 years) it’s also important to  consider how the criminalization and the stigmata, the massive psychological trauma, the threat of expulsion separating them from their families in the EU, is something that prolongs, even after the physical release. The lives of the 11 people are used to state an example, with which the Hungarian state wants to create an atmosphere of fear and criminalize movement as such.

The Röszke trial is revealing the reality of a system in which state and police violence is never put in question, and in which money and goods can move freely but not people. The trials are happening in an increasingly repressive context. They are happening in a context of militarized European borders, in which people get pushed back multiple times violently at the Serbian-Hungarian border, robbed and beaten up by paramilitary groups, while Hungarian majors proudly post pictures of people at the border tied up in dehumanizing poses before they get pushed back to Serbia. They are happening in a context in which the legal frameworks get shaped in a way that such violence is legitimized and in a context full of racist propaganda, in which theHungary holds a referendum (on October 2nd), symbolically letting Hungarian citizens chose between the forced relocation scheme of the EU and the ‘Hungarian solution’ of fencing off people completely.

This case is one of many horrible cases within the ongoing European migration policy. But it is crucial not only because it reveals the absurdity of European politics of migration, the repression of the EU border regime and the oppressive politics which lie behind the ‘innocent’ idea of state institutions particularly well, but also because those repressive politics are also this time pushed forward at the massive cost of individuals lives.

We invite everybody, individuals and collectives, to join and support this campaign in all possible ways. Spread information, make graphics, posters, stickers and videos and organize solidarity actions! Let’s unite and fight the repression of borders and states!

For more informations visit: http://freetheroszke11.weebly.com/

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[Thessaloniki and international] Start of Solidarity-Campaign „You can`t evict Solidarity“!

(English translation below)

[Thessaloniki and international] Solidaritäts-Kampagne „You can`t evict Solidarity“ gestartet!

“You can`t evict Solidarity” ist eine Anti-Repressions-Kampagne zur Unterstützung der Betroffenen der Räumungen von 3 Solidaritäts-Hausbesetzungen in Griechenland und bei anschließenden Protest-Aktionen im Juli/August 2016, bei denen fast 100 Menschen verhaftet wurden.

cantevict-logo-schräg-ohnea-squat

Eine Zusammenfassung der Ereignisse vom Juli/August findet ihr hier, einen Ticker mit Updates zum Prozessverlauf hier.

Auf der Homepage www.cantevictsolidarity.noblogs.org findet ihr Neuigkeiten zum Prozessverlauf gegen die Angeklagten, zu Protest-Aktionen in Griechenland und in Deutschland, Hintergrund-Infos zu den Hausbesetzungen und zur aktuellen Lage in Griechenland, anstehende Termine und natürlich viele Unterstützungsmöglichkeiten, wie einen Spendenkontakt.

Spendenkonto zur Unterstützung der Betroffenen:
Rote Hilfe e.V. / OG Salzwedel
IBAN: DE93 4306 0967 4007 2383 12
BIC: GENODEM1GLS
GLS Gemeinschaftsbank eG
Verwendungszweck:Cant evict Solidarity (Der Betreff ist wichtig, damit das Geld ankommt)

Wenn ihr Fragen habt, selber aktiv werden und mitmachen wollt oder Flyer/Infomaterial bestellen wollt, schreibt gerne an cantevictsolidarity(at)riseup(dot)net.

To pathos ja ti lefterja’ Ine dynato’tero apo’la ta kelja’

Our passion for freedom is stronger than their prisons!

Die Leidenschaft für Freiheit ist stärker als alle Gefängniszellen!

 

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English translation:

[Thessaloniki and International] Solidarity-Campaign “You can`t evict Solidarity” has started!

“You can`t evict Solidarity”is a antirepression-campaign for supporting the accused comrades who were imprisonend after the eviction of 3 solidarity-squats in Greece and at following protest-actions in July/August 2016, at which nearly 100 people were imprisonend.

A summary of the events in July/August you find here, a Ticker with Updates about the trial here.

On the Homepage www.cantevictsolidarity.noblogs.org you will find nems about the ongoing trials against the accused comrades, about protest actions in Greece and Germany and international, background infos about the suats and about the current situation in Greece, upcoming events and dates and, of course, many possibilities to support, like a contact for sending donations.

You can send donations for supporting the accused here:
Rote Hilfe e.V. / OG Salzwedel
IBAN: DE93 4306 0967 4007 2383 12
BIC: GENODEM1GLS
GLS Gemeinschaftsbank eG
Purpose of use: Cant evict Solidarity (its important for the right use of the money)

If you have questions, want to get active yourself and join the campaign, or want to order flyer/infostuff, please write to cantevictsolidarity(at)riseup(dot)net.

To pathos ja ti lefterja’ Ine dynato’tero apo’la ta kelja’

Our passion for freedom is stronger than their prisons!

Die Leidenschaft für Freiheit ist stärker als alle Gefängniszellen!

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Einladung zum Antira-Barrio auf dem Klimacamp 2016! (vom 19. bis 29. August)

– english translation below –

Widerständig gegen Klimawandel und Rassismus – Fluchtursachen und Neokolonialismus
bekämpfen! Komm zum Antirassistischen Barrio auf dem Klimacamp im Rheinland vom 19. bis 29. August 2016!

Unbenannt

Wer vom Klimawandel spricht, darf auch vom Rassismus nicht schweigen…
Wenn wir gegen Klimawandel aktiv werden, kämpfen wir gegen eine Vielzahl herrschaftsförmiger Systeme und wollen etwas Besseres für alle. So schafft Kapitalismus überall auf der Welt soziale Ungerechtigkeit, Elend und unzählige Fluchtursachen, eben auch durch den Klimawandel. Gleichzeitig fördert es Rassismus und rassistisches Gedankengut, strukturell aber aktuell auch wieder ganz offen und gewalttätig. Die Länder des globalen Nordens beuten aktuell und bereits seit der Kolonialisierung die Länder des globalen Südens aus, zerstören die Lebensperspektiven dort lebender Menschen und zwingen Hundertausende zur Flucht. Als Antwort auf die Fluchtbewegungen errichten Deutschland und Europa Grenzzäune, militarisieren das Mittelmeer und lassen tausende Menschen sterben, die auf der Suche nach einem besseren Leben versuchen nach Europa zu gelangen. Allein in den letzten 20 Jahren sind über 30.000 Menschen auf der Flucht nach Europa gestorben!

Hier in Deutschland und Europa ist die Antwort auf die berechtigen Forderungen der angekommenen Menschen – denen durch Landraub von Weltkonzernen, Klimawandel ausgelöste Dürren oder mit europäischen Waffen geführte Kriege die Lebensgrundlagen zerstört wurden und werden – Ablehnung, Rassismus und Rechtlosigkeit. Im Laufe des letzten Jahres wurde in Deutschland mehrere Male das Menschenrecht auf Asyl eingeschränkt und ist jetzt praktisch abgeschafft. Es gab unzählige Angriffe auf Geflüchtete und Unterkünfte, ganz offen werden rassistische Statements getätigt, Geflüchtete kriminalisiert und Bewegungsfreiheit, Arbeitsmöglichkeiten und Zukunft entzogen.

Auch im gesellschaftlichen Diskurs über den Klimawandel und in den internationalen Verhandlungen auf den Klimagipfeln, die von den Ländern des Nordens dominiert werden, zeigen sich rassistische Denkmuster – beispielsweise beim Gipfel in Paris im Dezember 2015 viel gefeierten 1,5°C-Ziel (Begrenzung der weltweiten Temperaturanstiegs auf 1,5°C). Hier wird billigend in Kauf genommen, dass kleine Inselstaaten, z.B. in der Karibik, überflutet werden und tausende Menschen ihre Lebensgrundlage genommen wird.

System Change not Climate Change – but how?“
Das Thema des diesjährigen Klimacamps ist “Skills for System Change”. Um als linke Bewegung stark und handlungsfähig zu bleiben bzw. zu werden brauchen wir Diskussionen, Vernetzung, gemeinsame Strategieentwicklungen und vor allem auch eigene Reflektionen in oft weißen linken Bewegungen an vielen Orten. Das Klimacamp im Rheinland kann ein solcher Ort sein bzw. werden – so wir wollen mit dem Barrio versuchen, einen solchen Ort zu schaffen.

Dabei geht es u.a. darum Fähigkeiten voneinander zu lernen, mit denen wir eine sozial-ökologische
Transformation vorantreiben können. Beim Thema Rassismus (genauso wie bei Sexismus und vielen weiteren Diskriminierungsformen) ist schnell klar, dass es nicht nur ums erlernen von „Skills“ sondern auch ums *ver*lernen verinnerlichter Machtstrukturen gehen muss. Vor dem Hintergrund der erstarkenden rechten europäischen Bewegung soll auf dem Camp ein Raum geschaffen werden, in dem Menschen eigene verinnerlichte Rassismen reflektieren können und gemeinsam Wege finden, diese zu verlernen.* Auch laden wir Menschen, die von Rassismus betroffen sind, ein hiervon zu berichten und ihre Wünsche und Ideen in die Klimabewegung einzubringen.

Ebenso wichtig scheint uns ein Austausch und die Diskussion von u.a. folgenden Fragen:
Was kann die Klimagerechtigkeits- und Degrowth-Bewegung von der antirassistischen Bewegung lernen?
Wo gibt es Leerstellen und blinde Flecke für das Thema?

Das Antirassistische Barrio soll die Möglichkeit bieten für das Kennenlernen von Initiativen, Kampagnen,Gruppen und einzelnen Menschen die gegen Rassismus und diskriminierende Strukturen aktiv sind. Darüber hinaus kann es ein Ort der Vernetzung und gemeinsamer Strategieentwicklungen verschiedener Gruppen und Bewegungen werden – um (wieder) zu einer gemeinsamen kraftvollen Bewegung „für ein gutes Leben für ALLE“ zu werden.

Auf dem diesjährigen Klimacamp wird es unter anderem Themenschwerpunkte geben um in intensivere inhaltliche Diskussionen einzusteigen. Diese sind: „Systeme verstehen“, „Utopien entwickeln“, „Bündnisse schmieden“, „Brücken bilden“ und „Hegemonie aufbrechen“.

Wenn ihr Interesse habt euch in den Orga-Prozess einzubringen, einen Workshop anbieten, eine Diskussionsrunde moderieren oder eure Gruppen/Kampagnen vorstellen wollt, oder Fragen und Anregungen habt – meldet euch gern unter: burnbordersnotcoal@riseup.net

Campinfos: http://www.klimacamp-im-rheinland.de/

* Uns ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass alle Menschen, die an diesem Text mitgewirkt haben weiß sozialisiert sind.

——— English translation: —————

Resistance against climate change and racism – fight migration causes and neocolonialism!

Join the Antiracist Barrio at the Climate Camp in the Rhineland, Germany, from 19.-29. August 2016!

Who talks about climate change may not remain silent on racism…
If we want to get active against climate change, we fight against multiple systems of
oppression and for a better world for all. Capitalism creates social injustice, misery
and myriad causes to escape, also because of climate change, everywhere in the
world. At the same time, capitalism enforces racism and racist thoughts, structurally
but also openly and under the massive use of violence. Nowadays and ever since the
colonization of the global south, the countries of the global north exploit and destroy
the perspectives of people living in the global south and forces hundreds of thousands
to leave their homes. As a response to this migration, Germany and other states of
the EU erected border fences, militarized the Mediterranean Sea and let thousands of
people die on their search for a better world. Alone in the last 20 years more than
30.000 people died on their way towards Europe!

Climate change goes hand in hand with land grabbing, droughts and wars – fought
with weapons produced in the EU – and destroys the basis of existence. In the EU in
general and in Germany in particular, the response to the people on the move due to
these reasons and legitimately claiming a better life is exclusion, racism and a lack of
rights. In the course of last year, the laws regulating the human right to seek asylum
were tightened several times and are virtually disabled completely these days. There
have been numerous attacks on refugees and their houses, racist statements are made
without hesitating, refugees are criminalized and the freedom of movement,
possibilities to work and future perspectives are withdrawn.

Also the discourse on climate change, international summits and their negotiations
(that are again dominated by countries of the global north) are strongly framed by
racist mindsets. The summit in Paris in December 2015 that was glorified for limiting
the worldwide temperature rise on 1,5°C. Disastrous consequences in the global
south i.e. small islands in the Carribean Sea drowning under the rising sea level are
neglected and downplayed.

System Change not Climate Change – but how?
The general topic of this year’s Climate Camp is „Skills for System Change“. To
remain or become capable of acting as a leftist movement we need discussions,
networking, the development of common strategies and especially self-reflections on
whiteness. The Climate Camp in the Rhineland could be a space for this – therefore
we want to create an Antiracist Barrio.

With creating a space like this, it’s mainly about learning from each other, to acquire
skills with which we can foster a socio-ecological transformation. Dealing with the
topic of racism (as with sexism and other forms of discrimination) it is not only
about learning new „skills“ but also about unlearning old internalized power
structures. Against the background of the rise of the European right-wing movements,
we aim at opening up a space that inspires people to reflect on their internalized
racisms and to find ways of overcoming these – together*. We would also like to
invite people who are affected by racism to tell about their experiences and to bring
in their wishes and ideas.

Also the discussion of the following questions seem equally important to us:
What could the climate justice and degrowth movement learn from the antiracist
movement?
Where are blank spaces and blind spots regarding this topic?

The Antiracist Barrio offers opening up possibilities of getting to know initiatives,
campaigns, groups and other individuals who are active against racism and its
discriminating structures. Moreover, it could be a space to network and develop
common strategies of different groups – in order to become a common strong
movement „for a good life for all“ (again).

This year’s Climate Camp will place emphasis on „Understanding Systems“,
„Developing Utopias“ „Conspiring Associations“, „Building Bridges“ and „Breaking
Hegemony“ in order to get into discussions more deeply and intensively.

If you’re interested in being involved in the organization, would like to offer a
workshop, facilitate a discussion round, present your group/campaign, or if
you have questions or suggestions – just leave a message to
burnbordersnotcoal@riseup.net

*We would like to point out that everyone who worked on this text is white.

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Important: Call for donations for direct support of illegalized refugees on the Balkan Route

Call for donations for direct support of illegalized refugees on the Balkan Route:
We are a network of activists, who work at the borders of Serbia,

Macedonia and Greece in order to support people who flee their countries
in a direct and informal way.

SAM_6472

The conditions at the borders are becoming increasingly more precarious and there is a need for basic supplies, many people depend on self-organized humanitarian and political support structures. Especially illegalized refugees who don’t have access to food, clothes, and medical supplies. With the new agreement between the EU and Turkey, and the
Balkanroute officially being shut down, many people are stuck at the borders and trying to find ways to overcome them. These ways are often dangerous and violent: it means crossing whole countries and mountain areas by foot and it means being exposed to mafia and very violent police repression. These people need our support and solidarity!

Due to very high police repression, the local structures can only act in
the offical camps. We are in close contact with them and they are very
happy for the international help.

We support people with food, basic supplies and information. But since
there are less and less people who make it across the border, we also
research and plan other ways to support them.
Our work is non-governmental, independent and informal – so it depends
on money donations. We need money to pay for our transport within the
project, the costs to rent an office/storage room, the supply we give
out, the phones and technical items we need in order to hold up our
info-network.

Donations can be sent on the following bank account and can be transferred to us directly:

 Support the Move
 IBAN: DE 28 4306 0967 1105 3319 01
 BIC: GENODEM1GLS
 Subject: Callout

Stay informed:
Updated information about the development of the situation:
www.openborder.noblogs.org
Facebook: „OpenBorder Osnabrück“ and „Dresden-Balkan-Konvoi“.

Contact:
Donations: gasosa1[[openborders@riseup.net|@riseup.net]]
Info: gasosa1@riseup.net

Background information: Continue reading

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Statement zur Räumung der drei Squats in Thessaloniki und Bericht von der Räumung des Hurriya Squats und der Inhaftierung aus Innenperspektive

Statement zur Räumung der drei Squats in Thessaloniki und Bericht von der Räumung des Hurriya Squats und der Inhaftierung aus Innenperspektive

Am 27.07.2016 wurden zeitgleich drei Migrant’s Squats
in ThessalonikUnbenannti – Nikis Squat, Orfanotrofeio und das
neue im Rahmen des No Border Camps besetzte
Gebäude Hurriya – außerdem der Hafen von Piräus in
Athen geräumt. Eine zerstörerische Antwort der
repressiven Politik auf das kurz zuvor endende No
Border Camp Thessaloniki und ein Angriff auf linke
emanzipatorische Strukturen.

Auf Druck der Regierung wurden die Besitzer*innen der
besetzten Häuser dazu gebracht eine Räumung
anzuordnen. Die Personen, die sich zum
Räumungszeitpunkt in den Gebäuden aufhielten wird
Hausfriedensbruch bzw. Störung der öffentlichen
Ordnung und Sachbeschädigung (im Hurriya
vermeintlich im Umfang von 70 000 €) vorgeworfen.

Das Öffnen, Besetzen, Renovieren und Nutzen von Leerstand ist nicht nur aus einer Perspektive des Rechts auf Stadt für alle zu legitimieren. Es ein Zeichen der Solidarität mit allen Menschen, die von einer EU-Politik der Grenzkontrolle, Abschottung und Austerität unterdrückt werden. Solidarität mit allen, die deren Auswirkungen der Isolation, Segregation, Kontrolle und Vergessenheit unterworfen werden. Solidarität heißt Kampf um gleiche Rechte und
für ein gutes Leben für alle.

Dass Kapitalismus Existenzgrundlagen zerstört, Kriege verursacht und aufrechterhält; dass
Grenzen für Menschen immer unüberwindbarer und lebensgefährlicher werden, während sie
zunehmend durchlässig wird für alles, was Kapital maximiert; dass Festung Europa sich immer
weiter abschottet und militarisiert – all das ist bekannt. Die Auswirkungen systemerhaltender
Mechanismen wie Ausgrenzung, Nationalismus, Rassismus, Sexismus, Ausbeutung und
Unterdrückung wurden im gesamten letzten Jahr an den EU-Außen- und Innengrenzen besonders sichtbar.

Die Prekarität der Lebensbedingungen sowohl für Menschen auf der Flucht, als auch für
Griech*innen, die der Austeritätspolitik der EU und insbesondere Deutschlands unterworfen
werden, treffen in Griechenland aufeinander: Einerseits kommt es immer wieder zu rassistischen Übergriffen auf Migrant*innen wie etwa in Athen durch die rechtsextremen Mitglieder der Goldenen Morgenröte, andererseits gibt es starke Solidaritätsbewegungen an vielen Orten Griechenlands. Das Besetzen von Leerstand hat hier eine wichtige Bedeutung, da tausende Menschen auf ihrer Flucht in Griechenland feststecken und auf der Straße schlafen müssen. Besetzen heißt in diesem Kontext da aktiv zu werden, wo verantwortliche Institutionen versagen. Es bedeutet, sich Räume zu nehmen und der repressiven EU-Politik, die Menschen voneinander isoliert, sie kontrolliert, verfolgt und exkludiert, entgegenzutreten.

Es geht um den gemeinsamen Kampf um Freiheit, Selbstbestimmung und für ein gutes Leben für alle. Dafür sind Freiräume, die auf Selbstorganisation, Hierarchiefreiheit und Solidarität basieren, notwendig.

Durch die Räumung der drei Squats in Thessaloniki wurden drei wichtige Orte der Organisierung und Vernetzung von Migrant*innen unterwegs und der antirassistischen Solidaritätsbewegung zerstört – außerdem auch der derzeitige Lebensraum vieler Migrant*innen.

Im Zuge der Räumungen wurden fast 80 Menschen inhaftiert, die sich zum Räumungszeitpunkt in den besetzten Gebäuden aufhielten. Die folgenden rechtlichen Repressionen von monatelanger Haftstrafen auf bis zu drei Jahren Bewährung und hohen Prozesskosten sind ein weiterer Schritt der Kriminalisierung von Refugees, linken Aktivist*innen, Anarchist*innen und ein Versuch, Strukturen der Vernetzung und Selbstorganisation zu ersticken.

Die Konsequenz für viele lokale und transnationale Aktivist*innen ist die Einschränkung der
Handlungsfähigkeit in politischer Arbeit und Aktionen, weil sie Gefahr laufen in den Knast zu
wandern. Die Willkür der Kriminalisierung, Auslegung und Definition von „Straftaten“ kennen wir ja. Aber: Solidarität bleibt unsere Waffe und die Repression nicht unbeantwortet!

Ganz im Gegensatz zum Vorwurf von Sachbeschädigung in den Squats wurden alle besetzten
Gebäude mit viel Arbeit, hohem Energieaufwand und mit Unterstützung der Bewegung kollektiv
renoviert, instandgesetzt, verschönert und zu nutzbarem Wohn- und politischem Arbeitsraum
transformiert.

Diese Repression ist nicht nur ein Angriff auf die persönliche Freiheit der Inhaftierten, sondern auf die ganze Bewegung und dazu ein brutaler Zerschlagungsversuch emanzipatorischer Strukturen.

Bericht von der Räumung des Hurriya Squats und der Inhaftierung von innen
Das Hurriya Squat wurde während des No Border Camps (NBC) von griechischen und
transnationalen Aktivist*innen und Teilnehmer*innen des NBCs besetzt. Es ist ein mehrstöckiges Haus mit etwa 15 Wohnungen im Herzen von Thessaloniki, das seit langer Zeit ungenutzt leer steht. Die Idee war es, das Haus für Familien auf der Flucht, die derzeit in isolierten Relocation- Camps um Thessaloniki unter menschenverachtenden Bedingungen leben müssen, einzurichten und als Wohn- und Vernetzungsraum nutzbar zu machen.

„In my home country I die once, here I die every day“
(Zitat einer Person aus einem der Relocation-Camps um Thessaloniki)

Nach etwa zwei Stunden Schlaf wurden wir gegen 5.30 Uhr von lauten Stoßgeräuschen gegen die verbarrikadierte Eingangstür und durch aggressiven Stimmen geweckt. Schnell war den 60 im Hurriya Squat schlafenden Menschen klar, dass wir geräumt werden. Es dauerte nicht lang bis ein massives Aufgebot an Riot-Cops in das Haus eindrang und uns in den einzelnen Zimmern zusammenpferchten: Hinsetzen! Arme hoch! Einige Menschen versuchten sich noch auf dem Dach zu verbarrikadieren, leider erfolglos. Die Bullen pfefferten Tränengas hoch und keine*r schaffte es zu fliehen. Alle wurden festgenommen, eine Familie wurde zurück in das Relocation-Camp gebracht. Continue reading

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Statement from people from evicted Nikis Squat (Thessaloniki)

OPEN LETTER TO AL. TSIPRAS AND HIS GOVERNMENT

At the dawn of the 27th of July, you and your government invaded three squats which hosted refugees and immigrants in Thessaloniki. At the same time you arrested 75 sympathizers from Greece and Europe while you sent the refugees to concentration camps, some of which did not accept them due to full occupancy. So you left them in the middle of nowhere.

Because the squats of “Orfanotrofeio” and “Hurriya” have their own political voice, and we don’t want to displace it, we will remind you as the squat of “Leoforos Nikis 39”, some facts that we are sure you already know.

The “Leoforos Nikis 39” squat was born trough the revolt of December 2008 and it was the first housing squat for people who took part at this political movement and had real housing problems. Integrated in these breadths it claimed, through an abandoned building, the decent living for those who participated, reappraising the meaning of public space. For this reason it accommodated all these years hundreds of activists and demonstrators, not only from Greece, but from the hole world. When the refugee crisis occurred, it opened in order to greet and cohabitate coequally with the most vulnerable of them, families with children. At the same time it acceded into a system of medical and alimentary care which had been created from the beginning of Eidomeni. Against these people at the dawn of Wednesday the 27th of July you reserved for one more time the nightmare they tried to avoid, crossing as thousands others, the Aegean.

Before you took the power, we welcomed you to its hell, from where unable to escape you accepted the responsibility to conduct it. Saturated by statism and governism, you duplicate the ruins of loyalist policy, because you did not manage to achieve anything new. This state of emergency conquered you because it can’t be reestablished. The moto “left for the first time” it’s true, but not in the way you were selling it bravading abroad and infield but in the way we experience it. Whatever the rightwing didn’t dare to do, you committed to do it bearing the cost of the apologies. Not only you are every word of the constitution but you grow rapidly in every word of law and order.

For these choices you have allies and many of clowns to accept this role. With your view about Evros fence, your acknowledgement of Turkey as a safe country, with the governmental administration of refugee crisis in the way of concentration camp, you liberated the disputatious and ultraconservative reason. Boutaris, Kaminis, the deanship of A.U.TH. and church, appeared in agreement in order to support you.

Besides, it’s not the first time, because we saw you when the war against the solidarians blew up in the middle of the refugee crisis. Then you realized that solidarity take forms far from you, from state and the nongovernmental organizations and you immediately attacked it. But the deaths and the infection take place at the governmental structures. What did you not understand by the death of the 27 year old girl at the “SOFTEX” concentration camp?
We are aware that the invasion against the squats was the states answer about the “No Border” Festival. We also know that you want to bring solidarity under the rules of concentration camps and that’s the reason you placed a implausible warhorse (Toskas) to give us hints and tips. But you probably ignore that we are neither romantics nor life style rebels.
Self-management and its structures, the participatory and coequal solidarity for a world which cannot exist without the “others”, direct democracy, social justice, and the struggle for social antiauthority, it’s alive and it’s here opposing you.

See you at the streets.

P.S.: What can we say about these who alter from political personalities to authority’s pragmatism sidekicks.

Squat of ” L. Nikis 39″

Mihalis Haritelis
Odysseas Dermatas
Sandra Hook
Dionisis Koutloglou
Grigoris Tsilimantos
Nikos Hatzis
Niki Dimitriadi
Anna Karageorgiou
Xanthi Parashidou
Olga Papadimitriou
Mihalis Vlahos
Markos Proveleggios
Vasilis Papadopoulos

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STATEMENT OF DEFIANCE: Communiqué from numerous autonomous people detained in the Hürriya eviction

STATEMENT OF DEFIANCE: Communiqué from numerous autonomous people detained in the Hürriya eviction, one of three refugee housing squats evicted in Thessaloniki, Greece, on 27th July 2016.

The writers are white Europeans. The struggle of and with refugees is nothing short of absolute necessity. The needs for housing, for basic dignities, food and medical requirements are not met by existing powers. Refugees continue to drown at sea and die in prison camps while freedom of movement is available only to the most privileged. With this simple and obvious understanding, people must organise ourselves. The abject failure of the state, of all states, of NGOs, institutions and their allies, is evidence enough of the necessity of autonomous action to meet the needs, desires and dreams of the people. While the pseudo-left SYRIZA government, the Church (a private business) and Aristotle University, flip between hollow compassion-propaganda concerning refugees and ordering the violent eviction of three refugee housing squats, one of which has been raised to the ground with bulldozers, there is no mistaking their racism, their Eurocentrism, their revenge for local self-organisation (including the No Borders Camp), and their compliance with the broader demands of the states of Fortress Europe. Such treachery must be exposed and stopped. Not in our names. Under the circumstances of colonialism and neo-liberal capitalism; at the roots of the reasons people are driven to seek refuge, we are driven to resist by any means necessary. Housing is a need which we assert and will take for ourselves. Food and drink are needs which we assert and will take for ourselves. Health is a need which we assert and will take for ourselves. Freedom of movement is a need which we assert and will do for ourselves. There is pride in our solidarity. We are not sorry. Refugee struggle is a necessity. Towards total liberation.

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Statement from people from evicted Orfanotrofeio-Solidarity-Squat (Thessaloniki)

Please help us spread the statement of people from the solidarity squat
Ορφανοτροφείο in regards to the eviction of our squat in Thessaloniki
last week. Police raided and evicted the house in the early hours of
Wednesday arrested the people and afterwards transported all
non-European comrades to a military camp 45 minutes outside of the city,
meanwhile 4 European comrades were sentenced with 10 months prison when thes are caught again in 3 years or have to pay 4200 euro each.

As PDF-Document: Orfanotrofeio

This was my home

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This was home for me and my children And for thirty more families and
many other people. We were living like one family, and we came from all
over the world It was our school, it was our culture. It embraced our
different opinions and beliefs. It was the real helping hand for
everyone. Freedom of speech and expression existed there in the full
sense of the term.

The main aim of this place was to bring together and unite all human
ideas and practices in order to serve the weak and the oppressed and
support the dispossessed. And just when we thought we were at last safe,
that we were in the right place, European governments that claim to
support justice and equality and not sectarianism and authoritarianism
and that allegedly stand for freedom and democracy decided that we don’t
deserve to live in peace. They decided we ought to live in the camps,
far removed from the world, in conditions that not even animals would
tolerate. It is hard for us to accept the truth that we’re not part of
humanity, that human rights are not valid in our case. As refugees and
immigrants our only “right” is to watch our children fall sick and die
before our eyes, watch women struggle to meet basic needs. They are
moving us around like puppets, they pull the strings and we respond
accordingly… And today the government issued another decision against us:
In cold blood it pulled down and ripped out everything. They struck with
indescribable brutality. They came prepared in full attire, with loaded
weapons, as if we were less than animals, and they pulled us out with
handcuffs before the eyes of our children.

Quickly our dreams disappeared.

They were replaced by the images we thought we’d left behind. And we thought that we would never be oppressed again. And that we would buildUnbenannt
a brighter future for our children, with no fear, in the country of
freedom and rights. Yet even though discrimination is everywhere, we
still deeply that there’s a lot of people who will face up to the
difficulties. Their will is strong and they fear nothing. And they don’t
give up their dignity under any circumstance, at whatever cost. And we
hope that you’re in solidarity with us so that together, step by step,
we defend every right for every person, and we will claim everything
that was taken away from us. With the courage and strength of free people who believe in fighting for their freedom.

هاذا منزلي
كان منزلي انا واطفالي
وثلاثين عائلة اخرى
والكثير من الافراد كاعائلة واحدة
من كافة الجنسيات
كانت مدرستنا كانت ثقافتنا
كانت حاضنة
لكافة الاراء والاعتقادات
كانت يد العون الحقيقي
للجميع والكلمة الحرة
بكل ماتعني الكلمة من معنى
كان هدف هذا المكان الوحيد
اتحاد كافة السياسات الانسانية
لخدمة الضعيف ومساندة المظلوم
بعد ان اعتقدنا اننا بامان
اننا بالمكان المناسب
الحكومات الاوربية
التي تدعي العدالة والمساوات
ولا للطائفية ولا الاستبداد
ونعم للحرية والديمقراطية
قررت باننا لا نستحق العيش بسلام وامان
والمخيمات التي هي باماكن نائية عن البشرية
من الصعب ان يعيش فيها حتى الحشرات
هي كثيرة علينا
وعلينا ان نقبل الواقع باننا لا نحسب
على الانسانية
والحقوق لا تنفذ علينا وليست من حقنا
كلاجئين ومهاجرين
وعلينا ان نرى اطفالنا تمرض وتموت
امام اعيننا ونسائنا
لا يملكون اقل الخصوصيات
والا نحرك ساكن وان نكون كالدمى
كيفما ارادوا ان نتحرك نتحرك
واليوم الحكومة اصدرت قرارا بحقنا
وبكل برود دمرت واقتلعت
كل شيئ من جزورها بضربة خالية من الانسانية وبوحشية لا توصف
دخلوا الى اماكننا بالجاهزية الكاملة
بالعتاد والسلاح
وكاننا شيئ اقل من الحيوانات
وبدأو يسحبوننا بالقيود امام اطفالنا
وسرعانا ما احلامنا تتبددت
وعادت المشاهد التي اعتقدنا
اننا تركناها خلفنا
واعتقدنا انفسنا لن نطهد بعدا الان
وسوف نبني لاطفالنا مستقبل دون خوف
في بلاد الحريات والحقوق
نعم اطهدتنا الحكومات في كل مكان
ولكن مازلنا نؤمن وبشكل كبير بوجود
اشخاص قادرة على مواجهة الصعاب
وتملك ارادات خارقة ولا تهاب اي شيئ
ولا تتنازل عن كرامتها تحت اي ظرف
ومهما كلف الثمن
ونأمل ان تتضامنوا معنا
خطوة بخطوة لندافع
عن كل الحقوق المشروعة لكل انسان
وان نسترد ما اخذا منا بالقوة
بشجاعة شعب حر
يؤمن بالنضال لاجل الحرية

Ορφανοτροφείο

Αυτό είναι το σπίτι μου.

Ήταν το σπίτι μου και το σπίτι των παιδιών μου, και 30 ακόμα
οικογενειών. Με τα περισσότερα μέλη ήμασταν σαν μια οικογένεια από
διαφορετικές εθνικότητες. Ήταν το σχολείο μας ήταν η κουλτούρα μας. Είχε
αγκαλιάσει όλες τις απόψεις και τις πεποιθήσεις μας. Ήταν το χέρι της
πραγματικής βοήθειας για όλους, όπου η ελευθέρια του λογουυπήρχε με την
πλήρη σημασίατης λέξης. Ο στόχος αυτού του μέρους ήταν να ενώσει όλες
τις ανθρώπινες ιδέες και πρακτικέςγια να εξυπηρετήσει τον αδύναμο και να
υποστηρίξει τον αδικημένο. Όταν θεωρήσαμε οτι είμαστε ασφαλείς και οτι
είμαστε στο κατάλληλο μέρος, οι ευρωπαϊκές κυβερνήσεις που υποτίθεται
ότι υποστηρίζουν την ισότητα και όχι τον σεχταρισμό και επιζητούν την
ελευθέρια και την δημοκρατία, αποφάσισαν οτι δεν δικαιούμαστε να ζήσουμε
με ειρήνη και ασφάλεια αλλά τα camp που είναι απομακρυσμένα από τον
κόσμο, μέσα συνθήκες που ούτε ζώα δεν θα ζούσαν. Για εμάς είναι δύσκολο
να δεχτούμε το γεγονός πως δεν μετράμε στην ανθρωπότητα και τα
δικαιώματα δεν εφαρμόζονται σε εμάς. Μοναδικό „δικαίωμά“ μας πλέον ως
πρόσφυγες και μετανάστες είναι να βλέπουμε τα παιδιά μας να αρρωσταίνουν
και να πεθαίνουν μπροστά στα μάτια μας και τιςγυναίκες μας να μην έχουν
τα αναγκαία. Μετακινούνε τους κάτοικους σαν να είναι μαριονέτες. Όπως
θέλουν αυτοί να κινηθούμε, κινούμαστε. Σήμερα η κυβέρνηση εξέδωσε
απόφαση εναντίον μας με όλη την ψυχρότητα κατέστρεψε και ξερίζωσε τα
πάντα από τις ρίζες του με χτύπημα κτηνώδες χωρίς ανθρωπιά που δεν
περιγράφεται. Μπήκανε στο σπίτι μας με πλήρη ετοιμότητα με εξοπλισμό και
όπλα σαν να είμαστε κάτι λιγότερο από ζώα και ξεκίνησαν να μας τραβάνε
μπροστά στα παιδιά μας.

Σύντοματα όνειρα μας άλλαξαν και επέστρεψαν οι εικόνεςπου νομίζαμε ότι
είχαμε αφήσειπίσω μας. Υποθέταμε πως δεν θα καταπιεστούμε άλλη φορά και
θα χτίσουμε για τα παιδιά μας μέλλον χωρίς φόβο στις χώρες των
ελευθεριών και των δικαιωμάτων. Καταπιεστήκαμε από τις κυβερνήσεις σε
όλα τα μέρη αλλά ακόμα πιστεύουμε σε μεγάλο βαθμό οτι υπάρχουν άνθρωποι
που μπορούν να αντιμετωπίσουν της δυσκολίες, που διαθέτουν δυναμεις και
δεν φοβούνται τίποτα, που δεν παρατάνε την αξιοπρέπεια τους κάτω από
οποιεσδήποτε συνθήκες και οποιοδήποτε κόστος. Ελπίζουμε να είστε
αλληλέγγυοι μαζί μας βήμα βήμα για να υπερασπιστούμε όλα τα νόμιμα
δικαιώματα του κάθε ανθρώπου και να επιστρέψουμε ό,τι πήρανε από εμάς με
γενναιότητα και με τηνορμήενός ελεύθερου λαού που πιστεύει στον αγώνα
για την ελευθερία του.

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Report from Thessaloniki on Recent Squat Evictions and Court Cases Against Activist

Report from Thessaloniki on Recent Squat Evictions and Court Cases Against Activists

Eviction of Refugee-Squats in Thessaloniki – Repression Against Solidarity Movement in Greece – Court Case Against 70 Greek and International Activists – „Our Passion For Freedom Is Stronger Than Your Prison”

On Wednesday, July 27, self-organized migrant and anarchist squats were evicted in Thessaloniki and Athens, Greece. At the court hearing of the following day, Greek and international activists were accused of “disruption of the public order” and “damage to property“. Because of a lack of translators, the trial concerning two squats was postponed to beginning of August. Activists of the third squad were sentenced to 4 month on probation respectivly fines. By this the leftish SYRIZA government follows in line with its repressive politics that already evicted the protest camps of Idomeni, Polykastro and in other places. It seems like an attempt to claim control of and suggest answers to the migration movement. And also like an attempt to destroy the solidarity movement, the common organization and struggles of refugees and allies.

What happened in Thessaloniki

Early Wednesday morning, at about 6.30 am, police started the evictions in Thessaloniki. Almost 100 people were inside the three squats,“Orfanotrofeio”, “Nikis” and “Hürriya“, most of them in „Hürriya“, a squat resulting from the No Border Camp last week. More than 30 refugees who lived in these squats were arrested and brought to military detention centers but were picked up immediately by a group of allies and transported back to Thessaloniki. The 70 Greek and international acitivists who stayed in the squats at the time of the evictions, were taken into custody and accused of “disruption of the public order” and in case of the “Hürriya” squat, with damage of property in the amount of 70.000 €. The refugee-squat “Orfanotrofeio” was entirely wrecked immediately after the eviction, the people who lived inside were given shelter by friends and allies. It had been assured to former inhabitants that it would be possible to get medicine, valuables and other materials out of the builing, but the destruction continuied without keeping this promise and while there were still people inside the building.

As an answer to the evictions and imprisonment of squatters, the office of SYRIZA in Thessaloniki was occupied by activists late Wednesday morning. The occupiers plan to stay until all imprisoned activists are free. Opinions on the side of the party are divided: Some people want the houses to be given back to the activists and refugees, while on the other hand the SYRIZA government did order the evictons. Wednesday evening, a solidarity demonstration of 300 people took place in front of the same building. Another demonstration and further actions are planned for Thursday evening.

At the first hearing of the trial at 28th July, the hearings concerning „Orfanotrofeio“ and „Hürriya“ were postponed for the 3rd and 5thAugust because of missing translators. The 70 activists who were kept in jail for 30 hours without food and sleepings places, could leave the court house free.They can be represented by lawyers at the next dates of the trial and do not have to appear in person.

The hearing concerning „Nikis“, a university builing occupied since 2009, lasted for 2 1/2 hours. In their statements, witnesses and squatters stressed the importance and the need of such squats in these times of financial and social emergencies for unemployed Greeks and refugees.

A new wave of repressions

Simultaneous to the events in Thessaloniki, the Camp in the harbour of Piräus, Athens, was evicted and the mayor of Athens announced that he favours the eviction of squats that were self-organised by and for refugees in Athens. Since the evictions in Thessaloniki happened parallel and the demolition of the “Orfanatrofeio” started immediately, it is very likely that this beginning of a new wave of repressions has been in the making for a longer time. The No Border Camp and the demonstrations and actions that happened at the same time in Thessaloniki are now used to legitimize the behaviour of the state. But this should not obscure the fact, that the self-organisation of refugees and the solidarity movement have long been bothering the state of Greece and the European Union. After the EU-Turkey-Deal, the closing of the Balkan route and the criminalization of refugees and allies, this new wave of repressions is a further step to gain control of and push back migration and to stop solidarity and self-organisation movements. They pointed out, that after the university silently tolerated the squat for years, the eviction at this exact moment has to be understood as strategic repression against anarchist and antiracist structures. The prosecutor calls for the sentencing of 6 of the 9 activists. According to this 3 activists have been acquitted, 5 have been sentenced to custody of 4 month on probation and 1 person got charged a fine of 600 €.

Beginning of a new wave of repression

After the camp of Piräus harbor near Athens was evicted at the same time, the mayor of Athens announced to have the self organized refugee squats in Athens evicted, too.
Because the evictions in Thessaloniki took place at the very same time and because the destruction of „Orfanotrofeio“-building followed immediately, it is assumed, that this beginning of a new repression wave had been planned for long. As a legitimation for their proceeding, the state uses the No Border Camp, the demonstrations and the actions in Thessaloniki. Even though it is obvious, that the self organization of refugees and the solidarity movement are unpleasant for the Greek state and the EU for long. After the EU-Turkey-Deal, the closure of the Balkan route and the criminalization of refugees and supporters, these repressions represent a new level of getting in control of and defending the migration movement and of prohibiting support and self-organization in solidarity.

Keep up solidarity and resistance!

Even if the majority of the accused activists is free for now, the repression against the Greek anti-racist movement does not stop. In Thessaloniki, there is a need of new houses for shelter and self-organization as well as financial support for paying the lawyers and the costs of the court. The political pressure must be kept up in order to prevent further evictions in Greece.
Keep showing solidarity, start demonstrations and other actions, follow the successful examples in Greece and at other places – squat houses! Support people on the move in every possible way and show some active resistance against this misanthropic politics and repressions. Our passion for freedom is stronger than their prisons! Freedom of movement is everybody’s right!

A call for donations and a bank account is going to be announced the next days on openborder.noblogs.org.

Contact

Email: openborders@riseup.net

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