Kein Mensch ist illegal! Erfahrungsbericht über Zustände in Griechenland und Mazedonien und Möglichkeiten der Hilfe

Nächste Woche finden zwei Info-Veranstaltungen in Bramsche und Rieste statt.
Sagt es weiter, kommt vorbei und bringt noch ein paar Leute mit!

Erfahrungsberichte_März2016

 

 

Veranstaltungsflyer zum Download (PDF)

 

 

 

 

Erfahrungsberichte aus Griechenland und Mazedonien von Orten, an denen internationale Hilfsorganisationen blind sind und an denen Unrecht zu Recht wird.

Monatelang waren auf der sog. Balkanfluchtroute die Grenzen nur noch für Flüchtende aus bestimmten Ländern legal passierbar. Diese Trennung in „legale“ und „illegale“ Flüchtende macht es umso wichtiger, alle Menschen auf ihrer Flucht zu unterstützen! Polizei und Militär gehen im Auftrag Europäischer Beschlüsse gewaltvoll unter Einsatz von Tränengas, Schlagstöcken, Gummigeschossen und Elektroschockern gegen „illegale Flüchtlinge“, Protestierende und Gefangene vor. Seit dem EU-Türkei-Gipfel am 08.03.2016 ist sie komplett geschlossen.

Diese menschenverachtende Politik verstößt gegen das Grundrecht auf Asyl und nimmt billigend in Kauf, dass Menschen auf ihrer Flucht sterben. Viele Menschen, die nicht den „legalen Weg“ gehen können, sind auf sich alleine gestellt. Weder UNHCR noch Rotes Kreuz helfen den sogenannten „illegalen Flüchtlingen“.

Seit Monaten werden die meisten dieser Menschen nur noch von unabhängigen Aktivist*innen mit Essen, Kleidung und medizinischer Hilfe versorgt. Was mit kleinen Gruppen im Herbst 2015 begann, hat sich inzwischen zu einem großen internationalen Netzwerk engagierter Einzelpersonen entwickelt, das ganz ohne jede übergeordnete Organisationsstruktur funktioniert. Allein in Idomeni werden von diesen unabhängigen Aktivist*innen täglich 10.000 Mahlzeiten für Menschen gekocht, denen sonst keine internationale Hilfsorganisation helfen würde. Tausende von Menschen werden entlang ihrer Fluchtwege nur von unabhängigen Helfer*innen mit Nahrung, Kleidung und Medizin versorgt.

In der Veranstaltung werden Menschen aus dem Raum Osnabrück sprechen, die selber aktiv in Griechenland und Mazedonien waren. Über die persönlichen Erfahrungen wollen wir erlebbar machen, dass diese Arbeit abseits öffentlicher Aufmerksamkeit und trotz (oder gerade wegen) menschenverachtender politischer Beschlüsse Europas fortgesetzt werden muss.

(Wir bitten zu bedenken: Die Bilder und Erzählungen stellen teilweise gewaltvolle und schlimme Situationen bzw. Zustände dar. Achtet auf euch und sagt Bescheid, wenn es Euch zu viel wird.)

„Kein Mensch ist illegal!“

Spendenkonten: Verwendungszweck: “Unterstützung Balkan”

Rote Hilfe e.V. (Spendenquittungen f. Finanzamt zwar nicht möglich, aber für uns sehr wichtig für Ausgaben ohne Belege wie z.B. Lebensmitteleinkäufe auf dem Bazar u.ä.)
IBAN: DE18 4306 0967 4007 2383 04 BIC: GENODEM1GLS

Steinschleuder e.V. (Spendenquittungen f. Finanzamt möglich)
IBAN DE80 4306 0967 0027 4335 00 BIC GENODEM1GLS

BIKU e. V. Bramsche
IBAN: DE15 2655 1540 0015 9009 47 BIC: NOLADE21BEB

„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“ – Vaclav Havel

Schicke den Bericht gerne weiter an deine Freund_innen und Bekannte
Email this to someoneTweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+