23. März: Proteste in und bei Idomeni

#‎naraontour‬

Proteste in und um Eidomeni!

Seit gestern protestieren viele der Flüchtenden in ganz Griechenland. An vielen Orten formieren sich Gruppen, die sich gegen die ihnen aufgezwungenen unhaltbaren Zustände entlang der Fluchtrouten auflehnen und für offene Grenzen und eine sichere Weiterreise kämpfen. Unzählige Menschen sind im Hungerstreik. Zwei Protestierende in Eidomeni haben sich gestern selbst angezündet.

Lasst uns Solidarität zeigen und die Protestierenden supporten, damit sie ihren Weg fortsetzen können!

‪#‎Idomeni‬
Seit gestern sind einige Menschen im Camp in Eidomeni im Hungerstreik. Immer wieder werden auch die Schienen besetzt und Gruppen ziehen demonstrierend durch das Camp. Auch die zwei Protestierenden, die sich gestern selbst angezündet haben, sind aus Eidomeni. Beide überlebten und sind nun im Krankenhaus. Die Lage für die Menschen hier ist unhaltbar und sie fordern ihr Recht auf Bewegungsfreiheit mit den Slogan „Open the borders!“ ein!

#‎Polykastro‬1934699_612699628892640_7960415583410172131_n
Heute starteten Flüchtende, die im Militärcamp „Nea Kavala“ bei Polykastro leben müssen, eine Straßenblockade in Polykastro. Die Situation dort ist, wie wir schon berichteten, mitnichten besser als in Eidomeni. Die Menschen berichteten uns auch heute nach erneuten Regenfällen wieder, dass dort das Wasser durch die Zelte läuft… Mindestens 100 der Bewohner*innen zogen daraufhin zur nahegelegen Autobahnauffahrt „Polykastro“ und blockierten die Autobahn zwischen Thessaloniki und der griechisch-mazedonischen Grenze in beide Richtungen so wie die Auffahrt und den Übergang. Sie traten vor Ort außerdem in den Hungerstreik. Auch viele Frauen und Kinder waren dabei und betonten imm12794616_612699508892652_9105620574610759851_ner wieder, dass auch sie nicht essen würden. Es kamen weitere Gruppen von der nahegelegenen Tankstelle hinzu, die seit einigen Monaten als Camp von ca. 2000 Flüchtenden genutzt wird. Sie schlossen sich dem Protest an. Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie entschlossen die Menschen waren! Immer wenn Autos sich einen Weg bahnen wollten, kamen sofort viele hinzu und riefen „No! No! You don’t go! Open the borders!“ Noch bis jetzt in die Nacht hinein dauert die Blockade an und die Protestierenden machten immer wieder deutlich, sie würden bleiben wollen, bis die Grenzen offen sind. Zelte wurden auf den Kreuzungen und der Autobahn aufgeschlagen und Transpis wurden befestigt. Die Polizei verhielt sich bislang erstaunlich ruhig und machte keine Anstalten zu räumen.
Wir waren vor Ort um Solidarit

ät zu zeigen und die Menschen, wo es möglich ist, in ihrem Kampf zu unterstützen. Die Festung Europa und wir alle sind mit verantwortlich dafür, dass Tausende Menschen vor Krieg und Verfolgung flüchten und nun hier im Schlamm festsitzen!

Freedom of movement is everybodies right!
OPEN ALL BORDERS!
Support all refugees and their struggles!